„Holatahiti“, so nannte mein Sohn Mandus.
Oft sahen wir ihn auf seinem Fahrrad durch Schafflund kommen. Er trug eine gelbe Weste, einen Fahrradhelm und ein Lächeln, das schon von weitem winkte. Wenn er anhielt, war immer Zeit. Zeit für ein paar Worte, für ein Lachen – und für das Jodeln.
Denn Mandus hatte meinem Sohn, gerade vier Jahre alt, das Jodeln beigebracht. Nicht nach Regeln, sondern einfach so, wie man Kindern die wichtigen Dinge beibringt: spielerisch, fröhlich, von Herz zu Herz. Und seitdem begrüßten sie sich jedes Mal mit einem Jodeln, laut, schief und stolz – und immer voller Freude.
Nun ist Mandus nicht mehr da. Und Schafflund fühlt sich ein kleines bisschen leiser an.
Doch vielleicht liegt genau darin ein Trost: Mein Sohn wird weiter durch die Straßen jodeln. Und jedes Jodeln wird ein Gruß sein. Eine Erinnerung. Ein kleines „Holadahiti“, das sagt: Du bist nicht vergessen.